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Lisette Borter

Lisette Borter-Martin (1938-2017)

Lisette wurde am 16. April 1938 in Rossinière, im Kanton Waadt, als drittjüngstes von 6 Kinder geboren. Sie hatte eine schwere Kindheit in den Kriegsjahren zu bestehen. In jungen Jahren arbeitete sie im Service im Grand Chalet in Rossinière. Später lernte Lisette Kaspar kennen. Das Paar heiratete am 13. Oktober 1962 in Madonna del Sasso. Bald einmal kamen Herold 1963, Jacqueline 1964 und Josiane 1968 zur Welt. Als französischsprechende und reformierte Frau hatte es Lisette in der Anfangszeit im Wallis nicht einfach. Doch sie passte sich hervorragend an und war zu uns immer eine sehr liebe Mama.

Lisette engagierte sich vor allem im Turnverein, wo sie auch viele Jahre vorturnte und auch Ehrenmitglied war. Mit ihren Freundinnen machte sie viele Handarbeiten, vor allem Krippenfiguren. Auch freute sie sich auf die eine Woche Ferien, die sie jährlich mit ihren Schwestern in irgendeiner Destination im Wallis verbrachte.

In den 80er Jahren liess sich Mama zum Katholismus umtaufen, sie hätte es nicht nötig gehabt denn sie hat uns Kinder immer katholisch erzogen. Sie war auch eine sehr gute Grossmutter zu Sven, Yvo, Stefanie, Daniel und Michael. Diese können davon ein Lied singen. Wie ihre Grossmutter mit ihnen gespielt hat, hat ihnen immer viel Freude bereitet. Lisette hat auch viele Jahre als Mitfahrerin Kaspar bei der Arbeit begleitet, wenn er Holz mit dem Lastwagen geholt hat.

Ein erster Schicksalsschlag war der Tod von Kaspar im Jahre 1995. Vor zehn Jahren traf Lisette der nächste Schicksalsschlag, der Beginn der Krankheit Demenz. Zuerst waren es kleine Aussetzer doch zuletzt kannte sie uns nicht mehr. Ganz besonderen Dank an alle, die Lisette bis zum Schluss begleitet haben. Auch dem Pflegepersonal des Altersheims sprechen wir unseren Dank aus. Doch sie war immer ruhig und still und war wahrscheinlich in ihrer Welt zufrieden. Am Donnerstag ist sie ruhig eingeschlafen.

Wir vermissen dich und lieben dich!

Deine Kinder und Enkel


Berchtold-Perrig Trudi 13x18

Trudy Berchtold-Perrig ((1933-2017)

Trudi wurde als 2. Kind des Johann Perrig und der Johanna geborene Schwery am 9. Februar 1933 in Brig geboren. Mit ihren 5 Geschwistern erlebte sie in Brig und später in Naters ihre Kindheit und Jugendjahre. Schon während den Schuljahren und später bis zu ihrer Heirat arbeitete sie an verschiedenen Orten in der Schweiz.

Am 26. Sept. 1953 heiratete sie in der Gliser Kirche Albert Berchtold aus Ried-Mörel. Das junge Paar nahm Wohnsitz in der Stadt Bern, wo später die 3 Kinder, Stefan, Beatrice und Ursula zur Welt kamen.

1970 zog die Familie zurück ins Wallis. Dort arbeitete sie und ihr Gatte während 21 Jahren im Gastgewerbe.

1991 durften Trudi und Albert in den verdienten Ruhestand treten, welchen sie während vielen Jahren in ihrem Haus in den Bleiken in Ried Brig geniessen konnten.

Neben den vielen Reisen und Ausflügen, die sie zusammen erlebten, war ihr auch die Pflege rund ums Haus mit Garten und Blumen ein grosses Anliegen.

Sie durfte auch das Heranwachsen ihrer 3 Enkelkinder Christine, Nicole und Martin miterleben. Urenkelkind Emely hat sie vielmal zum Lachen gebracht. Sophie-Emilia welches erst vor wenigen Tagen zur Welt gekommen ist, hat sie leider nicht mehr in den Armen halten können.

Der Tod ihres Gatten Albert im Sommer 2015 hat sie sehr getroffen. Nur schwer hat sie sich davon erholen können.

Nach einer Lungenembolie in diesem Frühjahr folgte ein längerer Spitalaufenthalt. Sie konnte danach nur für kurze Zeit in ihr Heim zurückkehren. Am letzten Freitag musste sie erneut hospitalisiert werden. Zunehmend verlor sie an Kraft.

Im Beisein von ihren Familienangehörigen und Pfarrer Rolf Kalbermatter konnte sie im Spital in Visp am Dienstag 11. Juli 2017 friedlich einschlafen.

 


Schnidrig-Zenklusen Peter Sarg

Peter Schnidrig-Zenklusen (1956-2017)

Peter wurde am 31. Juli 1956 als Sohn des Werner und der Paula Schnidrig-Gsponer in Eyholz geboren.

Seine Frau Margreth geb. Zenklusen heiratete er im Jahre 1978.

Peter starb am 16. Juni 2017 an einer Bauchspeichelentzündung im Spital Visp.

Ganz leise erloschen,

wie der Schein einer Kerze,

um sich mit dem

ewigen Licht zu vereinen.

Bilder sagen uns meistens mehr als Worte,

weil sie näher an den Geheimnissen des Lebens und des Glaubens sind.

So wird der Tod bildhaft verglichen

mit leisen Erlöschen einer Kerze.

Die Kerze ist erloschen,

es weht ein kalter Hauch.

Der Vorhang ist geschlossen

und meine Augen auch.

Das Band, es ist gerissen,

das mich gehalten hat.

Die Uhr ist angehalten,

schlägt nun nicht mehr im Takt.

Mein Leben ist gelebt

und war des Lebens wert.

Die unendliche Stille

in meine Seele fährt.

Ihr sollt mich nicht begleiten,

ich geh´ den Weg allein.

Doch in Eure Gebete,

da schließt mich gern mit ein.

Nun gönnt mir meine Ruhe,

ich schlafe nun in Ruh,

und hauche mit dem Winde

ein "Lebet wohl" Euch zu.


Ariette Arnold

Ariette Arnold-Borter (1968-2017)

 

D'Ariette isch am 7.7.1968 als zweits vo 3 Chind vam Louis und der Brigitte Borter-Perrig giboru. Ihri Chindheit het schi höiptsächlich in Ried-Brig verbrungu. Nah der Realschüel het schi d'Lehr zer Metzgeri gmacht, wo schi de der Hans het kennuglehrt. Nach 3 Jahr hentsch geheiratut und es Jahr später isch z'erschta va 3 Chinder cho. Zämu mim Hans het d'Ariette mit liebevoller Hiigab d'Adrienne, der Joel und die Tiziana grossgizogu. D'Summerferie hent alli zämu immer iner Bärnetscha verbrungu. D'Ariette isch da sehr gäru gsi. Da isch schi viel gah wandru, het z'Wild beobachtut, d'Sunna gignossu und mit der Familie Ziit verbrungu.

D'Ariette isch en üfgstellti, fröhlichi Person gsi, wa alle gäru het gholfu, zum Biispiel het schi lang die Kantina vam FC Simplon-Dorf gfiehrt.

D'Natur isch ihri Liiduschaft gsi und da het schi einigi Stunde verbrungu.

D'Ariette isch der Chärru va der Familie gsi, schi het alli zämugibrungu und ab und züe het schi sus schich nit lah näh, ihru Hobbyschwiegersohn und ihri Hobbyschwiegertechter mit es paar Sprich znecku.

Fer all die schönu Ziite will dier die ganz Famili danke sägu, Ariette. Danke fer alles, wa dü fer iisch gmacht hesch.


Josef Anton Schmidhalter

Josef-Anton Schmidhalter-Ritter (1936-2017)

Am 28. Juli 1936 kam Josef-Anton Schmidhalter in Ried-Brig zur Welt. Mit seinen zwei Brüdern und drei Schwestern wuchs er im Lingwurm auf. Nach der Schule und der Ausbildung zum Landwirt stand er hier seinen Mann und half in der väterlichen Landwirtschaft. Möglicherweise hätte Sepp auch auf anderen Gebieten Erfolg haben können. Er aber blieb im Lingwurm.

Hier gründete er 1969 mit Trudy seine Familie. Hier wuchsen die zwei Söhne Michael und Matthias auf. Hier hat auch Guido seinen Opa immer erlebt. Ging er über den Hof? War er im Stall? Hörte man seine Maschine herannahen oder wegfahren? Stück um Stück ergänzte und erneuerte er zusammen mit seiner Familie seinen Betrieb. Seppi war immer am etwas tun und werken.

”Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.” Wir werden säen. Wir werden ernten. Wir werden essen. Wir werden schlafen. Es wird hell werden.

Noah hört die Zusage der Lebensgrundlagen von Gott nach der Sintflut. „Geordnete Bahnen schenke ich dir erneut. Darauf kannst du dich verlassen. Darauf kannst du bauen. Die Wasser sinken. Die Wellen legen sich. Das Land ist dein. Solange die Erde steht, solle nicht aufhören Saat und Ernte“.

Von dieser Zusage Gottes hat Josef-Anton Schmidhalter-Ritter gelebt und gezehrt. Saat und Ernte, Sommer und Winter, intensiv lebte er mit den Gaben der Schöpfung. Er kannte sich einerseits genau aus. Und er wusste, was wann zu tun war. Aber das nur seine Arbeit zu nennen, wäre zu wenig. Sepp war Landwirt mit Leib und mit Seele. Er hat auch die Schönheit der Gaben genossen: das Grün der aufwachsenden Matten, das Summen der Bienen in den Obstblüten im Frühjahr, die farbigen Alpenblumen auf dem Simplon, das Gold der Ähren im Herbst. Seppi-Toni hat sich auf Gottes Zusage verlassen, dass, solange die Erde steht, dies alles so sein und bleiben und immer wieder werden wird. Dadurch konnte er sich auch freuen an den Tieren, an ihrer besonderen Schönheit, an einem glänzenden Fell, an einem schönen Wuchs, an neuem Leben im Stall.

Von Kindheit an war das Sepps Welt, die geordnete Welt im geordneten Wechsel.

Herr, gib ihm das ewige Leben.


Hilda Heinzen-Arnold

Heinzen-Arnold Hilda (1929-2017)

Am 27.März 1929 hast du als älteste von fünf Kindern, des Viktor und der Marie Arnold-Chanton, im Brigerbärg das Licht der Welt erblickt. Mit deinen Geschwistern Alice, Pius, Trudy und Xaver sowie deinen Cousinen und Cousins erlebtest du eine schöne, spannende Kindheit und Jugendzeit im Bach, von der du uns immer wieder gerne erzählt hast.

Du hast dann den Beruf als Damenschneiderin in Brig erlernt, welcher dir viel Freude bereitete. Deiner Familie hast du immer wieder mit selbstgenähten Kleidern viel Freude gemacht. Nach der Lehre zog es dich in die Ferne und so hast du in verschiedenen Servicestellen in Bern, auf dem Grimselpass oder im Tessin gearbeitet.

Am meisten zog es dich aber immer wieder in die Sonnenstube Tessin, wo du einige Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet hast. Immer wieder erzähltest du uns mit leuchtenden Augen davon.

In dieser Zeit hast du auch deine grosse Liebe Werner kennen und lieben gelernt. Im Jahre 1954 habt ihr euch in Ried-Brig das Jawort gegeben. Ihm hast du auch immer im eigenen Malergeschäft tatkräftig zur Seite gestanden.

Wie stolz wart ihr, als euch 1963 Monique geschenkt wurde. Das Glück war perfekt!

Immer warst du etwas am „tschiekru“. Ob Stricken, Nähen, Häkeln oder Porzellanmalen, Hauptsache du konntest etwas tun und jemandem damit eine Freude bereiten. Viele deiner Bekannten und Verwandten besitzen sicher noch bemalte Teller und Tassen oder gehäkelte "Mämmifinkini" von dir.

Auch war euer Heim immer offen für Freunde und Bekannte, welche du stets mit grosser Freude verwöhntest. Du hattest immer ein offenes Ohr für alle.

Die grösste Leidenschaft aber war dein grosser Garten, den du mit viel Liebe gehegt und gepflegt hast. Egal ob Blumen oder Gemüse, viele Menschen erfreuten sich an deinen lieben Gesten.

Wie stolz warst du auf deine 3 Enkelkinder Franziska, Michaela und Valentin mit denen du immer gerne kleine und grosse Ausflüge unternommen hast. Besonders Ausflüge nach Bellwald oder Domodossola waren für sie immer ein Erlebnis.

Ein schwerer Schlag war für dich der Abschied von deinem und unserem geliebten Opa Werner im Jahr 1996. Es begann ein neuer Lebensabschnitt für dich, den du mit allen Höhen und Tiefen mit Bravour gemeistert hast.

2012 erkranktest du leider schwer, sodass es für dich nicht mehr möglich war, deinen eigenen Haushalt alleine zu führen. Du bist dann ins nahegelegene Altersheim Santa Rita gezügelt. Dort hast du dich wieder gut erholt und auch sehr gut eingelebt.

Über jeden Besuch und ein gutes Gespräch hast du dich immer sehr gefreut. Auch mit dem Pflegepersonal wusstest du immer etwas „z’hengertu“ oder sangst mit ihnen deine geliebten Lieder. Wer dich besuchen kam, traf dich immer beim Stricken oder Häkeln an.

In letzter Zeit aber verliessen dich leider deine Kräfte immer mehr und mehr und körperliche Anstrengungen wurden für dich immer schwerer. Aber auch in dieser Zeit hast du dich nie beklagt und gesagt: „Äs geit mer güet!

In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2017 hast du dann, eine Woche vor deinem 88. Geburtstag, deine letzte Reise über die Regenbogenbrücke zu deinen Lieben auf der anderen Seite gemacht. 

Wir danken dir von ganzem Herzen für die schöne Zeit, deine Grosszügigkeit und Liebe, welche wir mit dir all die Jahre erfahren durften. Wir werden dich immer in unseren Herzen tragen. 

In Liebe Deine Familie


Eyer Paul

Eyer Paul (1937-2017)

Paul schreibt in seinen Ausführungen als letzter Wille nach seinem Ableben: Es soll kein Lebenslauf vorgetragen werden. Anstatt des Lebenslaufes soll vom Chor „Wie gross bist Du“ vorgetragen werden.

Wenn wir uns, während dem Lied, Begegnungen mit Paul Eyer-Zenkusen in Erinnerung rufen, dann dürfen wir dies aus der Grundhaltung des Vertrauens tun, dass jedes Menschenleben von Gott schon von Anfang an bejaht und angenommen ist. Deshalb ist auch schon bei der Taufe vom Sterben die Rede. Denn Tod und Leben gehören zusammen.

Wie gross bist du

1) Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte,

die Du geschaffen durch Dein Allmachtswort,

wenn ich auf alle jene Wesen achte,

die Du regierst und nährest fort und fort,

Refr.: dann jauchzt mein Herz Dir, großer Herrscher, zu:

Wie groß bist Du! Wie groß bist Du!

Dann jauchzt mein Herz Dir, großer Herrscher, zu:

Wie groß bist Du! Wie groß bist Du!

2) Blick ich empor zu jenen lichten Welten

und seh der Sterne unzählbare Schar,

wie Sonn und Mond im lichten Äther zelten,

gleich goldnen Schiffen hehr und wunderbar,

3) Wenn mir der Herr in Seinem Wort begegnet,

wenn ich die großen Gnadentaten seh,

wie Er das Volk des Eigentums gesegnet,

wie Er's geliebt, begnadigt je und je,

4) Und seh ich Jesus auf der Erde wandeln i

n Knechtsgestalt, voll Lieb und großer Huld,

wenn ich im Geiste seh Sein göttlich Handeln,

am Kreuz bezahlen vieler Sünder Schuld,


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Maria Addorisio de Feo Castelluccio (1947-2017)

Am 21. Mai 1947 hast Du in Villanova del Battista das Licht der Welt erblickt. Dort bist Du mit deinen Eltern Addolorata und Vincenzo und deinen zwei älteren Brüdern aufgewachsen.

Schon ab deinem 13. Altersjahr hast du dich fleissig um den gesamten Haushalt gekümmert, damit der Rest der Familie arbeitstätig sein konnte. In der frühen Jugendzeit hast du eine Schneiderlehre gemacht. Die Tätigkeit als Schneiderin sollte dich fast dein ganzes Leben lang begleiten. Zu unserer grossen Freude hast du für uns und unsere Spielpuppen die schönsten, buntesten Kleider genäht. Durch deine Eifrigkeit und deinen Perfektionsdrang, hast du unzählige Klienten mit deiner Arbeit glücklich gemacht.

Am 13. November 1966 hast du deinen geliebten Rocco geheiratet. Ein Jahr später kam der gemeinsame Sohn Raniero in Süditalien auf die Welt und dann anschliessend hast du dich in Zermatt niedergelassen, um zunächst für kurze Zeit im Gastgewerbe und danach als Schneiderin und Hausfrau tätig zu sein. Oft hast du erwähnt, dass der erste Kontakt mit den hohen Bergen und dem vielen Schnee einen mächtigen, ja geradezu beängstigenden Eindruck auf dich ausgeübt hat. Mit der Zeit aber hast du die neue Umgebung schätzen gelernt und die ansässigen Menschen und deren Geselligkeit liebgewonnen.

Im Juli 1974 kam Deine Tochter Adalisa in Visp zur Welt, womit die Familie komplett war. Immer wieder hast du betont, dass dies für dich über viele Jahre hinweg eine wundervolle, überaus erfüllte und sorgenlose Zeit gebildet hat:

Mit viel Liebe und Hingabe hast du dich immer um das Wohl der Familie gesorgt. Unermüdlich und voller Tatendrang hast du keine Arbeit gescheut, rastlos an verschiedenen Stellen gleichzeitig gearbeitet und bis spät in die Nacht die Nähmaschine rattern lassen. Du hast dich im Turnverein engagiert, regelmässig deine „Kaffeegspänli“ getroffen und hattest Gefallen daran, wenn es umtriebig im Dorf war.

Mehrheitlich deinem starken Willen ist es zu verdanken, dass du und Rocco nach Papas Pensionierung 2005 nach Ried-Brig gezogen seid anstatt zurück nach Süditalien zurück zu fahren. Mit Adalisa und deinem Schwiegersohn Felix hast du dich mit Papa hier niedergelassen. Bald hast du einen kleinen aber feinen neuen Freundeskreis gewonnen. Im Beisein deiner Liebsten warst du in der neuen Umgebung glücklich. Überglücklich warst du, als deine Enkelkinder auf die Welt gekommen sind. Alessio, Lorena, Ennio, Marlo und Ina hast du innig geliebt und sie liebten dich auch über alles. Mit grosser Hingabe, Geduld und Fürsorge hast du dich lange um den inzwischen schwer erkrankten Papa gekümmert und ihn 2014 würdevoll zu Grabe getragen. Das Schicksal wollte es, dass du ebenfalls an der Lunge erkrankt bist. Die vor Jahren entdeckte Lungenfibrose hat sich als fataler Beschleuniger für deinen völlig unerwarteten Hinschied, infolge einer vor kurzem aufgetretener Lungenentzündung, entpuppt.

Über Weihnachten und Neujahr durften wir alle gemeinsam die Festtage auf dem Rosswald verbringen. Niemand und niemals hätten wir gedacht, dass du geliebte Mama und Schwiegermama binnen kürzester Zeit völlig unerwartet aus dem Leben gerissen werden solltest. Wir alle sind fassungslos, unermesslich traurig und vermissen dich sehr.

Gleichzeitig sind wir aber auch unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit, die wir miteinander und füreinander hatten, unendlich dankbar, dass wir so eine Mama hatten; die beste Mama, die man sich wünschen und vorstellen kann und als solche wirst du in unserem Herzen ewig leben.

In Liebe


Schmidhalter-Ritter Anton TAneu

Anton Schmidhalter-Ritter (1954-2016)

Tuni kommt als zweiter Sohn von Grety und Franz zur Welt. Er verbringt mit seinen vier Brüdern eine glückliche Jugend in Ried-Brig. Als Kind nimmt Vater Franz auch ihn mit auf seinen Kontrollgängen zu den Wasserfassungen in der „Wässermatta“ oder in der „Taferna“ oder in die Zentrale ins „Gringji“. Wer hätte damals gedacht, dass er einst die Nachfolge seines Vaters antreten würde. Kürzlich konnte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern.

In der Freizeit war er von früh bis spät in der Landwirtschaft und in der Imkerei unterwegs. Trotzdem hatte er noch Zeit sich in verschiedenen Vereinen zu engagieren. Wenn er konnte, nahm er an den Vereinsanlässen immer teil: sei es als Musiker in der Musikgesellschaft „Simplon“ und der Schäfermusik, sei es als Skifahrer im Skiclub „Rosswald“ oder als Mitglied im Imkerverein. Stolz vertrat er jeweils die Geteilschaft Ganter als deren Weibel.

Doch das Wichtigste war ihm die Familie. Für die Kinder und seit wenigen Jahren auch für die Enkelkinder war er immer zur Stelle, wenn Not am Mann war.

Tuni war kein Mann der grossen Worte. Ohne viel Aufsehens tat er stets, was getan werden musste. Nur sah es bei ihm nie nach Müssen aus.

 

Tuni wir werden dich vermissen: als treuen Ehemann, als sorgenden Papa, als liebevollen Opa, als verständnisvollen Schwiegervater, als hilfsbereiten Bruder, als lieben Onkel, als geschätzten Mitarbeiter. Aber auch als leidenschaftlicher Schäfer und umtriebigen Imker, als guten Kollegen und als einen verlässlichen Freund werden wir dich vermissen.

Tuni du wirst uns fehlen: beim Mähen „hinter der Burg“, beim Heuen auf der „Ledi“, beim Berieseln der Matten, beim Füttern deiner Schafe und bei der Betreuung deiner Bienen, bei den Kontrollgängen zu den Schafen, die den Sommer in den „Kalten Wassern“ verbringen, bei der Landschaftspflege in „Zen Brunnen“ im Gantertal und... und... und...

Tuni du hinterlässt eine grosse Lücke, die nur unsere Erinnerung an dich, vielleicht – mit der Zeit – langsam ausfüllen kann.

Wir werden uns gerne und oft an dich erinnern.


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Louis Borter-Perrig (1942-2016)

Louis ist als drittes von 5 Kindern den Eltern, Viktor und Pia geb. Bernasconi, in die Wiege gelegt worden.

37 Jahre arbeitete Louis bei der SBB.

1967 heiratete er Brigitte geb. Perrig. Der Ehe entsprangen drei Kinder: Karin, Ariette und Roman.

Als gelernter Landwirt liebte Louis die Tiere und die Natur, wo er stets anzutreffen war.

Louis starb am 16. November beim Arbeiten mit Holz auf dem Sander.

Kurz vor seinem Tod, war Louis mit seiner Frau im Gantertal. Daher kam sein Wunsch auf, bei seiner Beerdigung „Abschied vom Gantertal“ von Adolf Imhof zu singen. Die Trauergemeinde stimmte zur Gitarrenbegleitung ein.

 

Abschied vom Gantertal

Scheens Gantertal, miine Sunnustrahl, gsehn i di hit zum letschtu Mal.

Scheens Gantertal, miine Sunnustrahl, gseh di zum letschtu Mal!

Gantertal, dü miine Sunnustrahl, gseh di zum letschtu Mal, zum letschtu, allerletschtu Mal!

Gantertal, dü miine Sunnustrahl, gseh di zum letschtu Mal, zum letschtu Mal.

Alli Luscht und Leid han i liecht ertreit in diine Wäldru, uf diiner Weid.

Alli Luscht und Leid han i liecht ertreit uf diiner grienu Weid.

Luscht und Leid hani so liecht ertreit in diine Wäldru

und uf diiner saftig grienu Weid.

Luscht und Lied han i so liecht ertreit in diine Wäldru und uf diiner Weid.

Müess i jetz öü gah und dich ganz verlaa,

ds Härz wird uf ewig nur fer dich schlaa.

Müess i jetz öü gah und dich ganz verlaa,

ds Härz wird fer dich nur schlaa.

Müess i jetz öü gah und dich so ganz verlaa,

miis Härz wird ewig, ewig ja fer dich nur schlaa.

Müess i jetz öü gah und dich so ganz verlaa, miis Härz wird ewig fer dich schlaa.


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Lina Schmidhalter-Zumthurm (1931-2016)

Das Leben von Lina hat Spuren in unserem Leben hinterlassen, Lebenswege haben sich berührt. Ich lade Euch ein, auf das Leben von Lina zurückzublicken, so wie Ihr sie erlebt habt: Der Lebensweg, welcher am 27. Dezember 1931 in Grengiols begonnen hat.

Guter Gott … Wir denken an Lina zurück und gehen den Weg durch ihre Jahre. Mit ihren Eltern Theodor Zumthurm und Seraphine geborene Schalbetter.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.

Wir denken an Lina zurück und gehen den Weg durch ihre Jahre: so, wie wir sie kennengelernt haben.

Wir denken an die Kindheit: mit ihren 12 Geschwistern, von denen 5 im Kindesalter verstorben sind;

an die Jugend- und Erwachsenenjahre;

an das Leben mit ihrem Mann Edmund, mit dem sie sich im Jahre 1960 vermählte;

an die Jahre im Lingwurm;

an alles Gute, das Lina getan hat für die Familie: ihre Tochter Astrid und ihren ganzer Stolz, ihre Enkelkinder Alain und Sandor;

aber auch an das, was nicht gelungen ist.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.

Wir denken an die Menschen, denen sie begegnet ist;

an empfangene Liebe und Freundschaft;

an Verletzungen und Enttäuschungen, die sie ertragen hat;

Wir denken an ihre glücklichen Tage;

aber auch an ihre Sorgen und Ängste;

Wir denken an deine Güte, die sie bewahrt hat bis heute.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.

Wir denken an das Schwere, das sie getragen hat;

an Beistand und Hilfe, die sie erleben durfte;

All das legen wir in deine Hände und bitten dich:

Mache du etwas Gutes daraus,

für Lina und uns.

Lass uns darauf vertrauen,

dass in den Dunkelheiten des Lebens dein Licht scheint.

Lina ist geborgen in dir.

Bewahre sie und uns.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.


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Hilda Sigirst-Zumstein (1932-2016)

Hilda erblickte im Jahre 1932 in Ried-Brig, als Kind der Familie Josef Zumstein, das Licht der Welt. Wohlbehütet verbrachte sie die Kinderjahre im Kreise der Eltern und acht Geschwistern, mit denen sie zeitlebens eng verbunden bleib.

Nach dem Besuch der Primarschule trat die ins Erwerbsleben und betätigte sich als Köchin in Oberwald, wo sie ihren späteren Ehemann kennenlernte.

Im Jahre 1951 schlossen sie den Bund der Ehe. Dieser Ehe entspross als einziges Kind die Tochter Renate.

Das Ehepaar schuf sich eine eigene wirtschaftliche Existenz mit dem Bau des Restaurants Waldesrand.

Diesen Betrieb führte sie zusammen mit ihrer Familie in den folgenden Jahren mit viel Umsicht und Hingabe.

Aber auch von Schicksalsschlägen blieb Hilda nicht unberührt. Allzu früh verlor sie im Jahre 1989 ihren Ehemann und im Jahre 2008 ihren Schwiegersohn. Mit grossem Gottvertrauen ertrug sie diese schweren Prüfungen.

In den letzten Jahren machten ihr immer mehr körperliche Altersgebrechen zu schaffen. Solange wie möglich wurde sie von ihrer Tochter in ihrem Hause gepflegt. Schliesslich erforderte ihr gesundheitlicher Zustand eine Übersiedlung ins Altersheim Santa Rita in Ried-Brig, wobei sie bis zuletzt die Sonntage jeweils in ihrem Heim im Waldesrand verbringen durfte.

Am vergangenen Sonntag gab Hilda ihre Seele dem Schöpfer in die Hände zurück.

Die Angehörigen danken allen, die der Verstorbenen in Liebe und Freundschaft zugetan waren und bitten ihr ein gutes Andenken zu bewahren und ihrer im Gebet zu gedenken.


Annelise Berchtold

Annelies Berchtold (1949-2016)

D Annelies het schich immer interessiert ver d Lit und ihri Gschichte, wasch mächunt und tient, isch ufum nöischtu Stand gsi und het interessants z verzellu gchä. Schi isch vill und gäru unnerwäx gsi und het Wärt druf gleit, chic kleidut gsi und Brilla, Schmuck und Nagellack sind passundi Accesoirs gsi wa schi als eleganti Fröi hent lah wahr nä.
Öi uber irusch eigunt Läbu het schi schich Gidanke gmacht und im April 2016 folgundes het schi uber schich sälber gschribu:
Ich wurde am 17.9.1949 meinen Eltern Marie und Peter Berchtold-Gemmet geschenkt. Sie freuten sich riesig ein Pärchen zu haben, denn ich sollte das letzte Kind nach meinem Bruder bleiben.
Meine Jugendjahre verbrachte ich in der Biela und dann kaufte mein Vater in der Schüocht Ried-Brig eine Wohnung. Ich besuchte die Primarschule in Ried-Brig. Es sollten die glücklichsten Jahre meines Lebens sein. Nach der Primarschule besuchte ich die Realschule in Brig.
Nach der Realschule machte ich eine Lehre bei der Post in Visp. Danach arbeitete ich bei der FO in Brig. Am 22.7.1972 ging ich die Ehe mit Hagen Rudolf aus Eischoll ein. Nach der Trennung zog ich wieder nach Brig und arbeitete beim Zahnarzt Dr. Zehnder Anton. Auf einmal hatte ich undefinierbare Schmerzen im Rücken. Mein Hausarzt wusste sofort wie grausam meine Krankheit sein werde.
Ich hatte Multiple Sklerose – diese Krankheit ist unheilbar und sollte ein Martyrium sondergleichen werden.
1974 verstarb mir meine Mutter. 1981 kurz nach seiner Pensionierung starb mir mein Vater plötzlich an Herzversagen. 1993 verlor ich meinen Bruder Paul überraschend an einem Herzversagen. Von da an hatte ich niemanden mehr von meiner Familie in Ried-Brig. Ich zog selber wieder nach Ried-Brig, wo ich mich sofort wieder gut eingelebt habe. Vor zirka zehn Jahren fand ich in Moritz Michlig einen treuen Lebenspartner, der für mich immer da war. Vor vier Jahren musste ich ins Spital und konnte leider nicht mehr zu Hause leben. Anschliessend musste ich ins Altersheim St. Josef nach Susten, wo ich liebevoll betreut wurde. Aber meine Schmerzen wurden immer schlimmer, bis zum Unerträglichen.
Ein spezieller Dank geht an Bettina und Dorothea, die mich sehr liebevoll betreut haben.
Ein Dank geht auch an mein Patenkind Marlies, die auch viel für mich getan hat.
Ein herzlicher Dank geht auch an alle, die mich im Spital und Josefsheim besucht haben. Ich verabschiede mich von allen Bewohnern des Josefsheim, von Ried-Brig, das meine Heimat gewesen ist.
Auf Wiedersehen in einer besseren Welt. 
Mier blibt d Annelies in Erinnerig als gsellige Mänsch, wa z Jassu, es Giburtstagsfäscht und andere Aläss gschätzt het. Schi isch sicher öi jedum dankbar, wa hitu hie isch und schi in güeter Erinnerig het. Deichet nit nur an die schwäru Zite wa d Annelies gchä het, sondern öi an di freudigu Zite, waner mit ihra heit chennu verbringu.


Olivier Kuonen, Ried-Brig

Olivier Kuonen (1972-2016)

Wir haben die Gewohnheit, über diejenigen zu sprechen, die uns durch den Tod genommen werden; heute wollen wir also über Olivier reden, wir rücken ihn in den Mittelpunkt unseres Gedenkens.

Dabei müsste es eigentlich anders sein. Wir, die noch leben, sollten aufmerksam auf das hören, was das Leben von Olivier für unser Leben zu sagen hat. Oft nämlich lässt uns gerade der Tod eines Menschen sein Leben besser verstehen, weil wir plötzlich manches mit anderen Augen sehen können, mit den Augen des Herzens, die zu Lebzeiten eines Menschen leider häufig blind sind.

Gott aller Güte, ich denke zurück.
Ich gehe noch einmal den Weg
durch alle meine Jahre.
Nicht an meine Leistung denke ich.

Sie ist gering.
Nicht an das Gute, das ich getan habe.
Es wiegt leicht
gegen die Last des Versäumten.

An das Gute, das du mir getan hast,
denke ich und danke dir.
An die Menschen, mit denen ich gelebt habe,
an alle Freundlichkeit und Liebe,
von der ich mehr empfangen habe,
als ich wissen kann. 

An jeden glücklichen Tag
und jede erquickende Nacht.
An die Güte, die mich bewahrt hat
in den Stunden der Angst und der Schuld
und der Verlassenheit.

An das Schwere, das ich getragen habe,
denke ich. An Jammer und Mühsal,
deren Sinn ich nicht sehe.
Dir lege ich es in die Hand und bitte dich:
Wenn ich dir begegne, zeige mir den Sinn.

Ich denke zurück, mein Gott,
an alle die vielen Jahre.
Mein Werk ist vergangen,
meine Träume sind verflogen,
aber du bleibst.

Lass mich nun im Frieden aufstehen
und heimkehren zu dir,
denn ich habe deine Güte gesehen.


Etienne Roger Grichting

Etienne Roger Grichting (2000-2016)

Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass du in unseren Herzen weiterleben wirst.

Etienne, unser Sonnenschein strahlt nicht mehr gleich. Was uns heute an seinem Grab bleiben, sind die Erinnerungen an seine Strahlen.
Zusammenhalt wo verschiedene Meinungen stehen, Freude wo Traurigkeit den Alltag begleitet, Zufriedenheit wo Mitmenschen den Kopf hängen lassen, Stärke trotz mancher Schwachheiten, Hoffnung und Zuversicht statt Resignation: Das sind einige Strahlen, die durch Etienne unser Leben erhellen konnten.
Wir glauben, dass Etienne, auch jetzt, wo er beim Herrgott ist, seine Strahlen weiter auf unser Leben wirft.

Mit der kleinen Pippi Langstumpf Puppe im Arm, schlief Etienne, nach dem väterlichen Segen, ruhig ein.

Wenn einer wirklich bei uns war und geht
dann ist er nicht gegangen
dann es er plötzlich anders da
nicht so im hier und jetzt gefangen.

Wenn einer wirklich bei uns war
dann wirkt er fort
nicht ausserhalb
entrückt von Zeit und Ort

Wenn einer wirklich bei uns war
und geht
dann ist er nicht vergangen
dann ist er plötzlich anders da
nicht so im hier und jetzt gefangen


Herbert Zurwerra 1953

Herbert Zurwerra (1953-2016)

Herbert Zurwerra wurde am 28. November 1953 geboren. Er starb am 27. März 2016 an einem Herzversagen in seinem Heim in Wängi. Er wurd auf dem Friedhof von Ried-Brig beigesetzt.

Wann unser Leben reif ist für die Ernte, das bestimmt allein der Herr.


Andre Pfammatter

André Pfammatter-Borter (1936-2016)

André Pfammatter, du bist am 22. Januar 1936 in Termen geboren und bist mit deinen acht Geschwistern aufgewachsen. Die arbeitsamen Eltern Pius und Walburga, geb. Näfen, waren dir, deinen drei Brüdern und fünf Schwestern Vorbilder die euch geprägt, unterstützt und begleitet haben.

Am 30. Oktober 1965 hast du dich mit Marie-Louise Borter vermählt.

Ein prägender Schicksalsschlag, bei dem du mit vielen von uns am 1. Dezember 1976 deinen Schwager Hans mit dessen Frau Astrid und dem kleinen Iwan bei einem Autounfall im Ganter verloren hast, hat vieles verändert. Der Kindersegen ist euch verwehrt geblieben. Ihr habt aber Elternaufgaben übernehmen dürfen und Heinrich ein trautes Heim bieten können. Heinrich, der heute mit seiner Frau Karin das vom Grossvater erbaute Ganterwald führt.

Ein grosser Lichtblick war für dich dein Enkel Chris. Du hast dich immer riesig auf seinen Besuch gefreut und warst immer für ihn da.

Nicht die Anzahl Jahre, die man erreicht sind massgebend, sondern das was man daraus gemacht hat. Deine Bilanz André fällt sehr positiv aus.

Nach der Schlosserlehre beim legendären Charlie Krummenacher hast du in verschiedenen Stationen namhafte Spuren hinterlassen. Im Zeughaus in Brig, als Unternehmer im Transportwesen und als Erbauer verschiedener Häuser, wie auch als grosszügiger Gastgeber mit deiner Frau Marie-Louise im Ganterwald. Viele, sehr viele Freunde hast du gewonnen, die dich schätzten und jetzt vermissen.

André, du warst allseits beliebt als Gesprächspartner, als Vermittler mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, als Onkel, der ONKEL, als gefragter Getti und Freund.

Deine Schaffenskraft kannte keine Grenzen. Dein Unternehmer-Gen führte dich von einer Baustelle zur anderen. Die letzte Arbeit, die du auf dem Sand in Angriff genommen hast, konntest du leider nicht mehr beenden. Eine höhere Macht hat über deine Reife entschieden und lässt uns in Trauer und Schmerz zurück. Bescheiden, wie du gelebt hast, bist du ohne grosses Aufhebens eingeschlafen.

André, wir danken dir von Herzen für alles für deine treue Begleitung, deinen aufrechten Humor, deine Hilfsbereitschaft und Geselligkeit, für deine Liebe, ja für ALLES.

 

„Vergält’s Gott“ und ruhe in Frieden.


Zurwerrra-Heinzen  Cecile 13X18

Cécile Zurwerra-Heinzen (1923-2016)

Cécile Zurwerra-Heinzen wurde am 5. Juli 1923 als drittes Kind der Anastasia Abgottspon und des Albert Heinzen in Ried-Brig geboren. Zusammen mit ihren sechs Geschwistern Olga, Lina, Eduard, Helene, Paul und Anny erlebte sie in der Bassweri eine einfache, glückliche Jugend. Die elterliche Familie betrieb nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Während des Sommers zog Cécile mit dem Vieh in den Grund und auf die Wasenalp. Während dieser unbeschwerten Zeit lernte sie im Grund Theophil Zurwerra kennen, welchen sie später, am 11. Mai 1946 heiratete. Das junge Ehepaar nahm ihren Wohnsitz im Brei. Drei Söhne, Andreas, Konrad und Ewald vervollständigten alsbald die glückliche Familie. Theophil arbeitete in der LONZA und nebenbei pflegten sie eine kleine Landwirtschaft. Cécile war die geborene Bäuerin und setzte Jahr für Jahr mit grosser Begeisterung die Familientradition des Alpaufzugs fort.

Gross war die Freude der Grossmutter, als Andrea und Reto, die Kinder von Andreas und Anita geboren wurden. Und als sie später deren Kinder Elena und Matteo in die Arme schliessen durfte, war ihr Urgrossmutterherz restlos glücklich.

1982 trat Theophil in den wohlverdienten Ruhestand. Nun konnte Cécile sich ihrer grossen Leidenschaft, dem Alpaufzug, noch vermehrter widmen. Von jetzt an waren Cécile und Theophil sehr oft mit ihrem Suzuki in Richtung Grund und Wasenalp unterwegs. Sie genossen die unbeschwerte Freiheit. Jetzt hatten sie Zeit, die bereits reduzierten landwirtschaftlichen Arbeiten zu erledigen, häufig zur Messe zu gehen, miteinander zu Jokern und zu Lesen.

Cécile war zeit ihres Lebens ein aufgestellter und zufriedener Mensch. Sie war stets gut gelaunt und jeder Zeit zu einem liebevollen Spässchen bereit. Sie liebte den Kontakt mit den Menschen und freute sich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So war sie zweifelsohne zu allen sehr freundlich und hilfsbereit. Das Wohl der anderen war ihr mindestens so wichtig wie das eigene. Durch ihre vertrauensvolle Gelassenheit und ihren überzeugten Glauben meisterte sie auch die schweren Stunden dieses Lebens, indem sie auch diesen noch Positives abzugewinnen versuchte.

Seit März 2012 lebte Cécile hier im Altersheim Santa Rita. Dort fühlte sie sich sehr wohl und schätzte die fürsorgliche Betreuung durch das Pflegeteam enorm. Im September 2013 entschied sich auch ihr jüngster Sohn Ewald von seinem Zuhause im Brei, zur Mutter ins Altersheim zu wechseln. Dort unternahm er alles, um ihr den Alltag zu verschönern. Unzählige Ausflüge, insbesondere in die Alpen Grund, Wasen und Simplon, haben sie miteinander mit dem Auto unternommen. Lieber Ewald, dafür möchten wir dir an dieser Stelle ganz herzlich danken.

Am 8. Februar in der Morgenfrühe hat Cécile im Kreise ihrer Familie Abschied genommen und eine neue Reise angetreten. Eine Reise an einen Ort, wo ausschliesslich Friede, Harmonie und Liebe herrschen.

Wir haben das Bedürfnis hier an dieser Stelle einen speziellen Dank an das Pflegeteam des Levels 2 für die liebevolle Pflege, die fachliche Betreuung und die wunderbare einfühlsame Begleitung, unserer Mutter, während der letzten Tage zu richten. Ebenso in diesen Dank schliessen wir die von der Mutter sehr geschätzte geistliche Betreuung durch H.H. Pfarrer Rolf Kalbermatter ein. Unser grosser Dank gilt auch dem Heimleitungsteam vom Alters- und Pflegeheim Santa Rita.


Näfen Therese

Marie-Therese Näfen-Walker (1937-2016)

Am 14.6.1937 erblickte Marie-Therese Näfen-Walker als Tochter des Emile Walker und der Clementine Walker-Guntern das Licht der Welt. Sie wuchs fortan mit ihren 7 Geschwistern im Bach in Ried-Brig auf. In ihrer Kindheit verbrachte Marie-Therese die Sommermonate auf der Alpe, wo sie Ziegen hütete. Das Ziegenhüten empfand sie nicht immer als Spass, so dass sie als damals 7-Jährige alleine die Flucht ergriff und von den Alpjien ins Engjiloch lief. Nach der Grundschule besuchte Marie-Therese die Haushaltsschule und ging ins Unterwallis um Französisch zu lernen. Leider musste sie aufgrund des Todes ihres Vaters, den Aufenthalt im Welschen frühzeitig abbrechen, um ihrer Mutter zu helfen.

Im Jahre 1957 lernte Marie-Therese ihren späteren Ehemann Beat Näfen kennen. Beat besorgte ihr eine Anstellung bei z’Furrisch in Brig. Marie-Therese übte diese Arbeit stets mit grosser Freude aus. Es fiel ihr leicht mit Zahlen umzugehen, so dass Sie jeweils für Frau Furrer die Büchjini zusammenzählte. Diese Erfahrungen durfte sie viele Jahre später im Konsum von ihrer Tochter Margot einbringen, wo sie mit grosser Motivation im Gschäftji von Margot und Herbi mithalf.

Nach der Heirat mit Beat Näfen verbrachte sie ihr Leben auf dem Brigerberg. Aus ihrer Ehe entsprossen 4 Kinder. Fredy, Gerhard, Margot und Heinz.

Doch Marie-Therese, die alle liebevoll Theres nannten, erlebt auch grosse Schattenseiten in ihrem Leben. Mit 24 Jahren überlebte sie einen schweren Töffunfall, dessen Schmerzen sie bis in den Tod begleiteten. Der grösste Schicksalsschlag ihres Lebens war der Tod von ihrem Sohn Gerhard, der mit jugendlichen 18 Jahren verunglückte. Traurig war denn auch vor 10 Jahren der Tod von Beat.

Viele Höhen und Tiefen begleiteten sie in ihrem Leben. Wir, Kinder und Enkelkinder sowie Verwandte durften unsere Theres stets als liebevollen, sehr dankbaren und warmherzigen Menschen erleben. Unvergesslich bleiben die feinen Z’Abu, die sie für ihre Gäste oder auch für die Heuer von Beat und später von Sohn Fredy zubereitete. Zum Café waren immer alle willkommen. Eine schöne Abwechslung waren die Ausflüge mit Tochter Margot oder den Söhnen Fredy und Heinz. Auch wenn ihr mit zunehmendem Alter das Laufen schwerer viel, genoss Sie es selbstständig im Dorf mit ihrem Töff die Einkäufe zu tätigen.

Therese hatte immer ein offenes Herz für uns alle. Die Mitmenschen waren ihr stets wichtiger als sie selbst. Es fällt uns äusserst schwer, uns von einem solch guten Mensch zu verabschieden.

Marie-Therese durfte in den letzten zwei Monaten eine schöne Zeit im Altersheim Santa Rita in Ried-Brig erleben. Sie beschrieb die Adventszeit als eine der schönsten Adventszeiten ihres Lebens.

Theres wir vermissen dich. Gott beschütze unsere liebevolle Mama und Oma.


Edmund Borter

Edmund Borter-Huber (1925-2016)

Ich, Edmund, wurde als erstes Kind des Josef und der Anna Borter - Luggen am 3. Dezember 1925 in Ried-Brig geboren. Zusammen mit meinen Geschwistern: Ernest, Amalia, Frieda und Leonie wuchs ich in einfachen Verhältnissen auf. In Ried-Brig besuchte ich auch die Schule. Die Sommermonate verbrachte ich als Hirt zuerst bei meinen Grosseltern auf dem Rosswald, später bei der Familie Michlig in den Eggen und auf dem Simplon im Bielti.

Nach der Schule arbeitete ich auf verschiedenen Baustellen und auch bei den Lonzawerken in Visp.

In Ried-Brig war ich Mitglied in verschiedenen Dorfvereinen.

Leider verlor ich schon früh meine Eltern. Im Jahre 1945 starb mein Vater und im Jahre 1951 meine Mutter.

Im Jahre 1951 bewarb ich mich bei der SBB in Basel um eine Stelle, die ich dann Ende Februar antreten durfte .Hier arbeitete ich als Kondukteur und später als Zugführer. Diesen Dienst führte ich bis zu meiner Pensionierung aus.

Am 27. Mai 1952 durfte ich meine liebe Frau Ida Huber heiraten. Da unsere Ehe kinderlos blieb, adoptierten wir Thomas. Wir durften miteinander viel Schönes erleben.

Die Ferien- und Freizeit verbrachte ich mit meiner Frau. Wir machten Reisen im In- und Ausland, besuchten Rom und die Wallfahrtsorte Lourdes und Fatima.

Auf die Skiferien in Saas-Fee und auf dem Rosswald freute ich mich ganz besonders. Weitere Hobbys von mir waren Wandern, Kegeln, sowie Jassen im Familien- und Freundeskreis.

Unser glückliches Familienleben nahm dann ein jähes Ende mit dem überraschend schnellen Tod meiner Frau Ida am 18. September 1999. Nun begann für mich ein schwieriger Lebensabschnitt. Denn Alleinsein ist schön, wenn man es will, nicht aber, wenn man muss.

Im Jahre 2004 entschloss ich mich, meinen Wohnsitz nach Ried-Brig zu verlegen. Ich fand eine schöne Wohnung bei Familie Zentriegen. Marie und Hans umsorgten mich und liessen mich spüren, dass sie mir jederzeit helfen und für mich da sein würden. Mitten im Grünen, umgeben von schönen Blumen, durfte ich meinen Lebensabend verbringen. Bei den Verwandten von mir und meiner Frau fand ich immer eine offene Tür. Die Besuche von Thomas und vielen Arbeitskollegen brachten Abwechslung in meinen Alltag.

Als sich mein Gesundheitszustand verschlechterte, fand ich Aufnahme im Altersheim Santa Rita. Hier wurde ich wohlwollend aufgenommen.

 

Am Dienstagabend durfte Edmund im Altersheim friedlich einschlafen.

Im Namen von Edmund danken wir allen, die ihn im Altersheim besucht und ihm ihre Zeit geschenkt haben.

Danken möchten wir ganz besonders dem Pflegeteam, das ihn bis zum Schluss liebevoll gepflegt und umsorgt hat.


Luise Burgener-Lengen

Luise Burgener-Lengen (1946-2015)

Luise wurde am 21. Juli 1946 den Eltern Josef und Ludwina in Embd geboren. 1951 verstarb ihr Vater. Die Familie zog 1961 von Embd nach Ried-Brig.

Luise arbeitete in verschiedenen Orten im Service und dann von 1968-1974 bei der „Standard Telefon und Radio“ in Brig.

1972 heiratete sie Leo Burgener, dem sie die zwei Söhne Alexander 1977 und Patrik 1979 schenkte.

Von 1991-1995 arbeitete Luise als Verkäuferin im Dorfladen in Ried-Brig.

1990 erhielt sie die Diagnose - Multiples Sklerose.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 2002 übernahm Leo, mit Hilfe der Spitex, die Pflege von Luise.

Nach mehreren Operationen und REHA-Aufenthalten wurde der Einzug ins Martinsheim in Visp im Jahre 2009 unumgänglich.

Die regelmässigen Besuche ihrer Familie gaben Luise Kraft. Am 29. September 2015 verstarb Luise mit nur 69 Jahren.

 

Grosser Gott,

wir sagen Luise "Auf Wiedersehen",

ein liebes Tschüss, adieu.

Unsere Gedanken wandern

noch einmal zurück

auf die Zeit mit ihr.

 

Das Gute,

das wir gemeinsam erleben durften

leuchtet auf.

 

Wir bewahren das Gute im Herzen

und sagen DANKE,

danke ihr für alles Gute,

was wir durch sie erfahren haben.

Danke sagen wir dir, großer Gott,

für alles, was du ihr gabst.

 

Auch Schweres haben wir erlebt,

und wir wissen,

dass wir uns gegenseitig

manches schuldig geblieben sind.

 

Da hätten mehr gute Worte sein können,

mehr gute Taten füreinander.

Wir verzeihen ihr und bitten dich,

großer Gott uns zu verzeihen.

 

In der Stille hören wir dein "Ich vergebe".

 

Alles hat seine Zeit.

Nun bleibt Dank und Liebe.

So rufen wir "auf Wiedersehen", "tschüss", "adieu


Berchtold Albert

Albert Berchtold-Perrig (1927-2015)

Albert wurde als 2. Kind des Engelbert und der Leonie Berchtold-Schwery am 5.April 1927 in Ried-Mörel geboren. Mit seinen 4 Geschwistern erlebte er in Ried-Mörel seine Kindheit und seine Jugendjahre. Im kleinen Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern musste er schon früh mitarbeiten. Nach seiner Schulzeit arbeitete er in Vevey, Arosa, Hochibrig und Zermatt.

Im Jahre 1947 trat er die Stelle als Briefträger bei der Post in Bern an und wechselte später in den Innendienst.

Am 26. September 1953 heiratete er in der Gliser Kirche Trudy Perrig aus Brig. Das junge Paar nahm den Wohnsitz in der Stadt Bern, wo später die 3 Kinder, Stefan, Beatrice und Ursula zur Welt kamen.

1970 zog er mit der Familie zurück ins Wallis. Dort hat er mit seiner Gattin während 21 Jahren selbständig im Gastgewerbe gearbeitet.

1991 durfte Albert mit seiner Frau in den verdienten Ruhestand treten, welchen sie während 24 Jahren in ihrem Haus in den Bleiken in Ried Brig geniessen konnten.

Neben den vielen Reisen und Ausflügen, die die beiden zusammen erlebten, war ihm auch die Pflege rund ums Haus mit Garten und Blumen ein grosses Anliegen.

Er durfte auch das Heranwachsen seiner Enkelkinder Christine, Nicole und Martin miterleben und sein Urenkelkind Emely hat ihn vielmals zum Lachen gebracht.

Am letzten Freitagabend musste er notfallmässig ins Spital gebracht werden. Trotz  allem Bemühen des Ärzte- und Pflegepersonals verschlechterte sich sein Zustand zunehmend.

Am Montag den 15. Juni 2015 kurz nach Mittag, konnte er im Beisein seiner Familienangehörigen, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, ruhig und friedlich einschlafen.


Campostrini Armando

Armando Campostrini-Glaisen (1928-2015)

Am 14. Juni 1928 ist Armando, Sohn des Riccardo und der Assunta geboren.

Armando gründete im Jahre 1954 mit seiner Frau Hilda Glaisen eine Familie und sie bekamen drei Töchter.

Im Jahre 2008 erlitt Armando einen Hirnschlag, von welchem er sich nicht mehr erholte.

Seine Tochter Angela und sein Schwiegersohn Rémy mit Familie nahmen ihn während 5 Jahren in ihrem Heim im Holzji auf, und er wurde treu umsorgt und mit Hilfe der Töchter Anni und Käthy, sowie ihren Familien konnte er im familiären Bereich gepflegt werden. Als seine Gattin nicht mehr alleine daheim im Brigerberg wohnen konnte, trat sie im Januar 2013 ins Altersheim "Santa Rita" ein. Armando folgte ihr im September. Nach kurzer Krankheit ist Hilda am 19. Dezember 2013 gestorben.

Ein grosser Aufsteller für Armando waren stets seine fünf Enkel und sieben Urenkel.

Am 30. Mai 2015 starb Armando im Beisein seiner Lieben.


Ida Margelisch

Ida Margelisch-Margelisch (1929-2015)

Margelisch Ida, Tochter des Johann und der Veronika geb. Lauber geb. am 02. Februar 1929 in Täsch. Aufgewachsen mit ihren 11 Geschwistern in Täsch und danach in Betten, wo die Familie dann ihre Heimat gefunden hatte. Ida war die zweitälteste und musste bald erfahren, dass es ohne Arbeit nicht geht und das Leben nicht nur aus Sonnen-, sondern auch Schattenseiten besteht. Früh musste sie in fremden Diensten arbeiten, damit die Grossfamilie genug zum Leben hatte. Pflichtbewusst verrichtete Ida die schweren Arbeiten die ihr zugemutet wurden. Lichtblicke, die sie ihre harten Zeiten vergessen liessen und froh stimmten, waren ihre geliebten Enkel- und Urenkelkinder. Die Kinder waren für sie das Ein und Alles und sie hatte sie in ihr Herz geschlossen.

Betten zu verlassen und dann bei Sohn und Schwiegertochter in Ried-Brig zu wohnen, wo sie ihr zweites Zuhause gefunden hatte und viele schöne Stunden im Kreise ihrer Familie geniessen konnte, wusste Ida zu schätzen und genoss es auch. Doch wie es so ist, das Alter macht vor niemanden Halt und genauso die Krankheit, die wie eine Wolke über sie zog und einen Schatten hinterliess.

Ida bedurfte immer intensiverer Pflege, so musste sie den letzten Lebensabschnitt im Alters- und Pflegeheim Santa Rita in Ried-Brig unter die Füsse nehmen, was für sie kein leichter Gang war. Doch sie hatte bald Kontakte geknüpft und der Alltag wurde immer annehmbarer und lebenswerter. Die Krankheit, einmal erträglicher und dann fast unerträglich, hatte sie sehr geschwächt und gezeichnet.

Ja das war es.

Zuletzt war es schmerzhaft vor dir zu stehen,

und deinem Leiden hilflos zuzusehen.

Du hast gearbeitet und geschafft,

bis die Krankheit dir nahm die Kraft.

Warst auch gut und sehr bescheiden,

wolltest gerne noch bei uns bleiben.

Für uns ist es schwer wenn sich der Mutter, Gross- und Urgrossmutters Augen schliessen,

zwei Hände ruhn’, die einst so treu geschafft.

Wenn nun Tränen still und heimlich fliessen,

uns bleibt der Trost, Gott hat es wohl gemacht.

Jetzt beim endgültigen Abschiednehmen wollen wir auch vergeben und um Vergebung bitten.

Deine Familie


Antonia Zurwerra-Zumstein

Antonia Zurwerra-Zumstein (1926-2015)

Antonia erblickte am 1. September 1926 das Licht der Welt. Sie war das zweite von neun Kindern von Karolina und Josef Zumstein-Wellig.

Die Kindheit in der Basweri war schön wenn auch mit viel Arbeit verbunden. Nach der Primarschule in Ried-Brig, arbeitete Antonia in der Sackfabrik der Lonza.

1946 heiratete sie Alfred Zurwerra. Dieser Ehe entsprossen 3 Kinder, die Zwillinge Markus und Irene 1948 und drei Jahre später Leonie.

Von da an war sie Mutter und Hausfrau und half viel in ihrem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb mit. Das neue Heim auf dem Polti, ein altes renoviertes Haus, war 1955 einzugsbereit.

Die Sommerzeit verbrachte Antonia und Alfred oft in „Ze Brunnu“ mit ihren Schafen. Trotz der einfachen Einrichtung fühlten sie sich dort wohl; blieben oft bis der erste Schnee kam.

Die sieben Enkelkinder waren oft zu Besuch auf dem Polti. Sie schätzten die gemütliche Zeit, das Blättern in den unzähligen Tierheften und auch den „Tomatriis“, den sie gerne zum Ragout für die Kinder kochte.

1996 verlor sie ihren Mann Alfred, den sie vorher einige Jahre zu Hause pflegte.

Von da an wurde es ruhiger um sie. Mit der Zeit brauchte sie auch vermehrt Pflege und wohnte ab 2001 mehrheitlich bei ihren zwei Töchtern Irene und Leonie.

Am 1. August 2012 ist Antonia ins Altersheim Santa Rita umgezogen. Es war ein schwieriger Schritt und dennoch fühlte sie sich schnell wohl im neuen Zuhause. Sie wurde liebevoll von den Angestellten betreut und schätzte die Besuche ihrer Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder sehr.

Oft war auch ihre Schwester, Aloisia, zu Besuch, die immer bereit war einzuspringen.


Kathrie Heinzen-Rittiner

Kathrie Heinzen-Rittiner (1932-2015)

Kathrie ist am 10. Juli 1932 als jüngstes Kind des Otto und der Emmeli Rittiner–Eyer in Ried-Brig geboren.

Mit ihren 6 Schwestern und 8 Brüdern verbrachte sie eine harte aber trotzdem schöne Kindheit.

Schon während der Primarschule musste sie bei Haus- und Feldarbeit mithelfen. Danach arbeitete sie einige Zeit in Bern in der Tobleronefabrik.

Als junge Frau lernte sie ihren zukünftigen Mann Paul Heinzen kennen. Am 1. Dezember 1951 gaben sie sich das Ja-Wort. In den folgenden 18 Jahren wurden ihnen die 10 Kinder Therese, Irmine, Bernadette, Andrea, Julius, Jeanette, Martin, Christel, Konrad und Herbert geschenkt. Unermüdlich und mit viel Geduld und Liebe hat sie ihren Mann und ihre Kinder umsorgt. Sie war jederzeit für sie da. Mit Rat und Tat stand sie ihnen zur Seite.

Ihre 19 Enkel und 22 Urenkel brachten immer wieder Freude und Abwechslung in ihren Alltag.

Mit ihren fleissigen Händen arbeitete sie mit viel Freude in ihrem gepflegten Garten. Auf der Wasenalp verbrachte Mama viele schöne Stunden mit ihren Liebsten.

Nachdem sie bereits am 22. Oktober 1973 ihren geliebten Sohn Julius im jungen Alter von 15 Jahren durch einem tragischen Unfall und am 3. Mai 2009 ihren Mann Paul nach langer mit Geduld ertragener Krankheit zu Grabe tragen musste, ereilte sie das Schicksal am 15. Juni 2013 noch einmal hart. Schmerzlich war der Verlust ihrer Tochter Irmine die unerwartet an einem Herzversagen verstarb.

In der obru Schlüocht wurde es immer stiller. Gesundheit und Kraft liessen zusehends nach und eine Demenz machte sich bemerkbar. Danke der Hilfe und Unterstützung ihrer Kinder konnte Kathrie noch 5 Jahre in ihrem trauten Zuhause bleiben.

Leider blieb ihr danach ein Umzug ins Altersheim nicht erspart. Trotz der fürsorglichen Betreuung und Pflege vermisste sie ihr geliebtes Zuhause und die Tiere sehr.

In der vergangenen Wochen verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand zusehends. Am Palmsonntag hat sie sich nun von dieser Welt verabschiedet.

Liebi Mama, liebs Omi, liebs Müeti, wier alli wärde dich vermissu aber du bischt und blibscht in ische Härzu und wier glöibe und wisse, dass wier dich, wenn ische Läbunswäg zEnd geit, wieder wärde träffu.

Danke dass dü isch Zit hesch gä nisch va dier z Verabschidu.

Danke dass wer dich hei derfu bigleitu.


Zurwerra Elisa

Elisa Zurwerra (1915-2015)

Elisa Zurwerra wurde am 17. August 1915 als jüngstes von sieben Kindern den Eltern Adolf und Mathilde Zurwerra-Blatter in die Wiege gelegt.

Elisa lebte mit ihrem Bruder Alexander und besorgte mit ihm den kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. In frühen Jahren traf man Elisa jedes Jahr auf der Chrizji Alpe. Später kannten sie alle Schulkinder, für die sie in der Frühe den Schulofen einheizte und die Zimmer reinigte.

Nach dem frühen Tod ihrer Schwägerin war Elisa die gute Seele für die acht Kinder ihres Bruders Heinrich.

Nach ihrer Pensionierung lebten Elisa und Alexander als Selbstversorger. Das Geschwisterpaar strukturiertere ihr Leben nach genauem Plan bis 1989 Alexander verstarb.

Mit 82 Jahre erlitt Elisa einen Sturz, der sie zwang sich in dauerhafte Pflege zu begeben. 10 Jahre wohnte sie im Marienheim in Brig. 2007 durfte Elisa im neu eröffnete Alters- und Pflegeheim Santa Rita einziehen. Hier war sie jeden Tag beim Eingang anzutreffen, wo sie regen Kontakt mit Vorbeikommenden pflegte und über jede Regung im Heim Bescheid wusste. „Grad no äs Bonbon, das tüet güet!“

 


Schmidhalter-Zumthurm Edmund Sarg

Edmund Schmidhalter-Zumthurm (1927-2015)

Edmund Schmidhalter-Zumthurm erblickte am 15. Oktober 1927 als ältestes Kind seiner Eltern Heinrich und Florentina Schmidhalter-Amacker das Licht der Welt. Mit seinen 5 Geschwistern wuchs er im Lingwurm auf.

Nach der Schreinerlehre fand Edmund eine Lebensanstellung beim Kraftwerk im Grindji.

1960 gab er seiner Frau Lina Zumthurm, aus Grengiols, das Ja-Wort. Dem Ehepaar schenkte der Herrgott ihre Tochter Astrid. Besonders stolz war Edmund auf seine 2 Enkelsöhne Alain und Sandro.

Nach seiner Pensionierung hatte Edmund viel Zeit für seine geliebten Obstbäume, den Garten und die Umgebung. Unermüdlich hegte und pflegte er sein „Paradies“.

Nach einem Sturz erholte sich Edmund nicht mehr ganz, so dass der Eintritt ins Altersheim nötig wurde. Fast zwei Jahre lang konnte er die kompetente Pflege des Personals im „Santa Rita“ in Anspruch nehmen.

Ganz unerwartet verschlechterte sich am Freitag, 6. Februar sein Gesundheitszustand und am Samstag, 7. Februar am frühen Abend, starb Edmund im Beisein seiner Familie.


Andereggen Rosi

Rosi Andereggen Schaller (1966-2015)

Am 24. November 1966 erblickte Rosi das Licht der Welt. Bereits in ihrem ersten Lebensjahr bestimmte ein heimtückischer Krebs ihr Leben. Rosis Eltern Alexander und Therese Andereggen-Mutter mussten ihre Tochter in der Obhut der Ärzte im Inselspital lassen. Mit ihren fünf Geschwistern wuchs Rosi in Naters auf, wo sie auch die obligatorische Schulzeit besuchte. Nach der Verkäuferinnenlehre in Brig schloss sie ihre Berufsausbildung im Welschland als Detailhandelsangestellte ab. 1988 versagten Rosis Nieren. Seitdem musste sie sich dreimal wöchentlich einer Dialyse unterziehen. Im Jahre 2002 wurde ihr Gesundheitszustand so ernst, das sie arbeitsunfähig wurde. Eine starke Stütze hatte Rosi in ihrem Mann und Seelenverwandten Peter Schaller, den sie 2005 heiratete.

Am 9. Februar 2015 nahm Rosi  zum letzten Mal den Gang ins Spital auf sich, wo sie einen Schlaganfall erlitt und kurz darauf verstarb. Rosi hatte kein einfaches Leben. Man kann sagen, dass sie oft Zweite gemacht hat. Wenn wir Rosi mit einer blühenden Pflanze vergleichen, können wir nicht verdrängen, dass das Gestern und das Heute ihres Lebens immer auch die Anzeichen des Verblühens und des Sterbens in sich trugen. Bei Peter konnte sie zwar aufblühen. Doch immer wieder kam für sie die Phase, in der sie erneut an ihre Grenze gestossen ist, ihre Kräfte schwanden, die Krankheit zeichnete sie. Sie und wir alle wurden mit der Sinnlosigkeit von dieser Katastrophe konfrontiert. Diese brutale Wirklichkeit lässt uns immer wieder erinnern, dass unser Leben hier nur aufblühen, nicht aber ewig blühen kann.


Adolf Zurwerra

Zurwerra-Lendi Adolf (1926-2014)

Adolf Zurwerra war kein Mann der Öffentlichkeit, kein Mann der grossen Worte, aber ein Vorbild an Ehrlichkeit, an Korrektheit und Pflichtbewusstsein und ein Vorbild an Zufriedenheit.

Adolf Zurwerra, den viele in Ried-Brig fast nur von seinen sonntäglichen Kirchgängen her kannten, natürlich immer korrekt in Kleidung und Krawatte, was er an Sonn- und Feiertagen für selbstverständlich hielt, hatte weit mehr Facetten und Eigenheiten als die meisten, die ihn zu kennen glaubten, wussten. Diese verschiedenen Facetten seiner bescheidenen Persönlichkeit haben ihn ausgemacht und dafür haben wir ihn geschätzt und geliebt. Und in Vielem war er uns in seiner Art, das Leben zu meistern Vorbild.

Als unsere Mutter vor gut anderthalb Jahren starb und wir mit dem Schicksal haderten, mahnte er, dass wir doch zufrieden sein sollten, dass wir so viele schöne Jahre zusammen hatten und dafür Gott dankbar sein sollen. Und so wollen wir es heute an seinem Grabe halten und dankbar sein für all das Gute und Liebe, das wir von unserem Vater, unserem Grossvater bekommen haben.

„Erinnerung ist eine Form der Begegnung“, schrieb Kahlil Gibran und in diesem Sinne wollen wir unserem Vater heute nochmals in liebender Erinnerung begegnen. Es sind ein paar wenige zufällige Begegnungen, die uns in diesen Stunden der Trauer besonders hell erscheinen.

Adolf  wurde am 22. Oktober 1926 in Ried-Brig als viertes von neun Kindern des Alfred Zurwerra und der Maria Arnold geboren. Die Jahre seiner Kindheit und seiner Jugend waren für ihn und seine Familie keine einfache Zeit. So musste er früh sein Geld in der Fremde verdienen. Dieser Lebensabschnitt hat ihn zeitlebens geprägt. In der Ostschweiz lernte er Kläry Lendi kennen, die fast 60 Jahre an seiner Seite war.

Adolf war ein bescheidener Mensch. Er hat sich nie in den Mittelpunkt gedrängt. Für ihn war wichtig, pflichtbewusst seine Arbeit zu erledigen und ehrlich und korrekt durchs Leben zu gehen. Mit Urteilen über andere Menschen war er immer vorsichtig und zurückhaltend. Wir können uns nicht erinnern, dass er einmal schlecht über einen anderen Menschen gesprochen hat. Er richtete sein Leben nach dem irischen Sprichwort aus: „Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.“

Adolf war ein zufriedener Mensch. Wer ihn fragte, wie es ihm gehe, bekam stets die Antwort: „Gut geht es mir“. Das Klagen gehörte nicht zu seinem Wesen. „Man muss immer etwas tun, dann geht es einem auch gut“, war sein Ratschlag und „man muss halt einmal zufrieden sein“. Er freute sich über jeden Besuch, jedes kleine Geschenk und jedes gute Wort. Und dies sagte er nicht nur, er lebte vor, was es heisst, mit seinem Leben zufrieden zu sein.

Adolf liebte seinen Garten und seine Blumen und wie Bilder aus der Zeit des Biedermeier waren auch sein Garten und seine Rosen- und Blumenbeete. Kein Unkraut im Garten, ein stets gepflegter Rasen, volle Beerensträucher und blühende Blumen waren sein ganzer Stolz. Und alles hatte in seinem Haus seine Ordnung und bekam die nötige Aufmerksamkeit und Pflege.

Seine Zärtlichkeit und Liebe und sein ganzes Tun aber galt unserer Familie, die sein ganzer Lebenssinn war. Er war immer für uns da. Und auch, wenn er seine Meinung hatte, brachte er trotzdem Verständnis und Offenheit für unsere Ansichten auf. Er gab uns immer das Gefühl, zuhause zu sein. Nichts durfte sich nach dem Tod unserer Mutter ändern. Er sorgte dafür, dass das Elternhaus weiterhin Treffpunkt der Familie blieb. Daher musste auch in diesem Jahr die grosse Krippe wieder aufgestellt werden. Es war ihm wichtig, die ganze Familie um sich zu haben. Und so feierten wir auch dieses Jahr gemeinsam Weihnachten.

Dass unser Vater gerade am Fest der Heiligen Familie starb, ist wie ein Symbol für sein Leben, ein Leben, das er ganz seiner Familie gewidmet hat. 

Mit dem Tod eines lieben Menschen verliert man Vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte schöne Zeit.


Heinzen Eduard

Heinzen-Zurwerra Eduard (1928-2014)

Eduard Heinzen wurde am 15. Januar 1928 als viertes Kind des Albert und der Anastasia Heinzen-Abgottspon in Ried-Brig geboren. Zusammen mit seinen sechs Geschwistern ist er hier am Brigerberg aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Ganz seinem persönlichen Wunsch entsprechend absolvierte er in der LONZA in Visp die Lehre als Feinmechaniker. Aus gesundheitlichen Gründen musste er jedoch bald einmal eine Umschulung zum Maschinenzeichner in Angriff nehmen. Als solcher blieb er der LONZA bis zu seiner Pensionierung treu. Dort waren insbesondere auch seine Fähigkeiten beim Aufspüren von Wasseradern gefragt.

1954 heiratete er Marie Zurwerra. Gemeinsam freuten sie sich über die Geburt ihrer fünf Kinder Marianne, Gilberte, Rosmarie, Marcel und Mathilde. Seine acht Grosskinder werden ihn als gutherzigen Grossvater in bester Erinnerung behalten.

Einen Grossteil seiner Freizeit widmete Eduard Heinzen der Blasmusik. Während 45 Jahren spielte er als aktives Mitglied in den Reihen der Musikgesellschaft Simplon Ried-Brig mit. Einigen Jungmusikantinnen und Jungmusikanten brachte er die Kunst des Klarinette-Spielens bei.

Im Dienst der Öffentlichkeit engagierte er sich 30 Jahre lang in der Feuerwehr und während 11 Jahren amtete er als Kassier der Dorfkrankenkasse.

Seine ganz besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit galt den Bienen. Es war für seine Kinder und Kindeskinder immer wieder ein ganz spezieller Moment, wenn er ihnen voller Stolz ein Glas des eigenen Honigs schenkte.

Schon vor, aber vor allem nach seiner Pensionierung verbrachte Täti Eduard viel Zeit in seiner Werkstatt im eigenen Haus. Immer wieder gab es etwas zu flicken und auszubessern oder dann gleich selber auszutüfteln und zu erfinden. Bei allem, was er in die Hand nahm, zeigte sich stets aufs Neue der Grundcharakter des Feinmechanikers: Alles musste schlicht und einfach, aber sauber und genau gemacht sein. Er duldete keine halben Sachen.

In den letzten Jahren stellten sich allmählich die ersten Altersbeschwerden ein. Im vergangenen Frühling erforderten diese den Übertritt ins Altersheim Santa Rita in Ried-Brig. Hier ist er am vergangenen Freitag kurz nach Mittag sanft entschlafen und hat nun den Weg heim zu seinem Sohn Marcel gefunden, der ihm vor 14 Jahren vorausgegangen ist.


Albrecht Gilberte Original

Albrecht-Ruffieux Gilberte (1934-2014)

Gilberte Albrecht wurde am 02. September 1934, in Carouge GE, als älteres von zwei Kindern, den Eltern Viktor und Pauline Ruffieux-In Albon in die Wiege gelegt.

Nach der obligatorischen Schulzeit machte sie eine Ausbildung als kaufmännische Angestellte.

Aus ihrer ersten Ehe, mit Kurt Althaus, stammt ihre Tochter Gilberte.

In Bern, wo Gilberte ein Schuhgeschäft leitete, lernte sie ihren zweiten Mann Bernhard kennen. Am 22. Februar 1964 gaben sie sich das Ja-Wort.

Im Jahre 1967 kehrte das Paar nach Genf zurück, dort arbeitete Gilberte bis im Jahre 1996 bei der Privatbank Lombard Odier.

1978 und 1981 wurde Gilberte Grossmama von Stéphane und Fabrice.

Im Jahre 1984 erlitt ihr Mann Bernhard einen schweren Verkehrsunfall, was ihn zur Arbeitsunfähigkeit zwang. Gilberte pflegte und begleitete ihren Mann.

Die Ferien verbrachten Gilberte und ihr Mann meistens im Berisal. Hier konnten sie wandern oder mit guten Freunden jassen.

Im August 1996 bezog das Paar ihren Wohnsitz in Ried-Brig. Hier gefiel es Gilberte sehr gut. Doch bereits nach zwei Jahren, an Weihnachten, am 25. Dezember 1998 starb ihr Mann Bernhard in ihren Armen.

Gilberte erlitt im Jahre 2000 einen Hirnschlag, was ihr nicht mehr erlaubte, selbständig auszugehen, selbst das Autofahren war ihr verwehrt. Trotzdem besuchte sie in Ried-Brig viele Anlässe der Seniorengruppe.

In dieser schweren Zeit bekam Gilberte grosse Unterstützung von ihren Nachbarn, der Familie Kurt und Bernadette Roten.

Am 3. September 2007 wurde ein Einzug ins Alters- und Pflegeheim Santa Rita unumgänglich, wo sie eine führsorgliche und kompetente Pflege geniessen durfte.

Gilberte freute sich über jeden Besuch. Sie hat sich nie beklagt und wurde vom Personal und von den ihr nahestehenden Menschen ins Herz geschlossen.

Im Jahre 2012 wurde Gilberte Urgrossmama von den Zwillingen Lea und Laura.

Am Mittwochabend, den 26. November 2014 konnte Gilberte ihren Lebensweg beenden.


Walker-Escher Pius TA

Walker-Escher Pius (1925-2014)

Pius Walker-Escher wurde am Sonntag, 30. August 1925 im Schallbett als ältestes Kind dem Ehepaar Anna & Ernst Walker-Sies in die Wiege gelegt. Zusammen mit seinen 5 Geschwistern verbrachte er seine Jugendzeit im Brei. Nach der obligatorischen Schulzeit in Ried-Brig musste er direkt arbeiten gehen. Seinen Lieblingsberuf Steinhauer durfte er leider nicht erlernen, da es die damaligen Umstände nicht erlaubten. Er musste lernen mit wenig auszukommen, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und mit dem Vorhandenen zufrieden zu sein. Diese Erfahrungen prägten ihn sein Leben lang.

Mit 19 Jahren wurde er zum Aktivdienst aufgeboten und leistete Dienst bei der Fliegerabwehr am Rhein im aargauischen Weiach-Kaiserstuhl.

Nach dem Krieg lernte er bei verschiedenen Arbeitgebern seine vielseitigen Talente kennen. Viel erzählte er uns von seiner Arbeit im Strassenbau, wie sie früher die Strassen mit viel Handarbeit und körperlicher Anstrengung in Stand gesetzt hatten.

Das nächste prägende Ereignis war die Begegnung mit Josy Escher, welche als Serviceangestellte im Gstein-Gabi arbeitete. Sie heirateten am 22. Mai 1961 in der Pfarrkirche von Ried-Brig. Das Ehepaar bezog im Bach ihren Wohnsitz, wo sie ihre drei Kinder Daniel, Anneliese und Stefan grosszogen.

In dieser Zeit begann er seine Arbeit im Gringi beim KWGS. Später wurde er nach Mörel versetzt und nach der Automation dieses Kraftwerkes arbeitete er bis zu seiner Pensionierung 1990 in der Lonza in Visp.

Sein grosses Hobby, das Schäfern, musste er aus gesundheitlichen Gründen 1976 aufgeben. Er suchte sich ein neues Hobby und fand dieses in der Massage. Die Ausbildung schloss er 1986 mit Diplom ab. Seither massierte er manche „Bräschte“ weg.

Zusammen mit seiner Frau Josy baute er unterhalb des Engilochs ihre Alphütte um. Sie halfen im Frühling und im Herbst mit, die Weiden herzurichten und hüteten die Kühe.

Stets fand er auch Zeit für seine Familie und half überall dort mit, wo Not am Mann war. Gerne erzählte er den sechs Grosskindern aus seinem erlebnisreichen Leben.

Bis zuletzt hatte er mit der Nachbarschaft einen guten Kontakt und wurde von ihnen stets mitgetragen. Viele kannten Pius, wie er bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit auf der Terrasse stand und mit Genuss seinen halben Stumpen rauchte.

Ein einschneidendes Erlebnis in seinem Leben war vor genau 10 Jahren der Tod seiner Frau Josy. Auch diesen Schicksalsschlag hat Pius mit seiner Art, seinem Wesen, seinem Charakter und seiner Lebenseinstellung sehr gut gemeistert. Er hat nie geklagt, wenn Dinge nicht mehr geändert werden konnten.

Wir alle danken Dir für alles, was Du uns mitgegeben hast: Deine Zufriedenheit, Deine Einfachheit und die Bereitschaft, andern Deine Zeit zu schenken. Was Du uns vorgelebt hast, lässt sich zusammenfassen mit:

Still, bescheiden ging er seine Wege,

still, bescheiden tat er seine Pflicht.

 

 


Abgottspon-Luggen Mechtildis TA

Abgottspon-Luggen Mechtildis (1937-2014)

Jetz isch z‘Omi wieder mim Opi und dum Rolf.

Mechtildis wurde am 27. September 1937 als zweites von vier Kindern in Ried-Brig geboren.

Hier verbrachte sie mit ihren Eltern Albert und Viktorine und mit den Geschwistern Viktor, Marie und Josy eine glückliche Kindheit.

Sie betrieben das Restaurant Brigerberg, wo Mechtildis jahrelang mithalf. Nebenbei hatten sie eine kleine Landwirtschaft.

Ihr Vater Albert verstarb sehr früh und so half Mechtildis ihrer Mutter im elterlichen Betrieb mit.

1965 heiratete sie Amandus Abgottspon. Sie hatten drei Kinder Rolf, Kurt und Dorin.

Im Sommer verbrachten sie glückliche Zeiten im Berisal.

1988 verunglückte Rolf bei einen Autounfall. Diesen Schicksalsschlag trug sie bis an ihr Lebensende mit sich.

Für Tildy war die Familie immer das Wichtigste. Sie wollte, dass es alle immer gut hatten. Sie liebte es, wenn das Haus voller Leute war.

Grosse Freude bereiteten ihr ihre 4 Enkelkinder Alessandro, Jessica, Jan und Lars. Sie hatte immer Zeit für sie und die Enkelkinder waren gerne bei ihr.

Auch als die Enkel gross wurden, hatten sie immer wieder das Bedürfnis Omi zu sehen und so sind sie bis zuletzt im Altersheim oft auf einen Besuch vorbeigegangen.

Z‘Omi konnte man nicht aus der Ruhe bringen. Bei ihr wurde nicht ständig gemahnt oder geschimpft. Für deine Geduld, deinen Grossmut und deine Herzlichkeit konnte man dich beneiden.

Vor sieben Jahren bekam sie gesundheitliche Probleme und wurde immer schwächer. Oft musste sie ins Spital.

Im Februar vor einem Jahr ist Amandus unerwartet schnell gestorben. Dieser Verlust schmerzte sehr, war er doch immer an ihrer Seite.

Nach einem weiteren Spitalaufenthalt ist sie im Februar ins Altersheim Santa Rita in Ried-Brig gezogen. Hier gefiel es ihr sehr gut und hat immer mit allen gern ein Schwätzchen abgehalten.

Am 17 Juni 2014 hat Mechtildis einen Hirnschlag erlitten. Sie verlor dabei ihr Augenlicht. Von diesem Schlag erholte sie sich nicht mehr. Sie war in diesen Wochen so unglaublich tapfer und hat sich nie geklagt.

Deine letzten Worte waren immer wieder:

Wier hei sus güöt kä mitenand, wier hei es schöns Läbe kä.

Danke Omi fer alles. Dü wirsch nisch fählu.


Hedy Schnyder

Schnyder-Wenger Hedy (1935-2014)

Wir denken an Hedy zurück und gehen den Weg durch ihre Jahre: so, wie wir sie kennengelernt haben.

Wir denken an die Kindheit: …;

an die Jugend- und Erwachsenenjahre: …;

an das Leben mit ihrem Mann: …;

an die Jahre in Baltschieder, in Brig, auf dem Simplon, am Brigerberg;

an alles Gute, das Hedy getan hat für die Familie: …;

aber auch an das, was nicht gelungen ist.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.

Wir denken an die Menschen, denen sie begegnet ist: …;

an empfangene Liebe und Freundschaft: …;

an Verletzungen und Enttäuschungen, die sie ertragen hat: …;

Wir denken an ihre glücklichen Tage: …;

aber auch an ihre Sorgen und Ängste: …;

Wir denken an deine Güte, die sie bewahrt hat bis heute.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.

Wir denken an das Schwere, das sie getragen hat: …;

an Beistand und Hilfe, die sie erleben durfte: …

All das legen wir in deine Hände und bitten dich:

Mache du etwas Gutes daraus,

für Hedy und uns.

Lass uns darauf vertrauen,

dass in den Dunkelheiten des Lebens dein Licht scheint.

Hedy ist geborgen in dir.

Bewahre sie und uns.

Guter Gott, in deinen Händen steht unsere Zeit.


Luggen-Schmidhalter Leonie

Luggen-Schmidhalter Leonie (1917-2014)

Leonie Luggen-Schmidhalter wurde am 8. Mai 1917 in der Schlüocht in Ried-Brig geboren. Sie war das zweitälteste von 11 Kindern des Ehepaares Eduard und Josephine Schmidhalter-Eyer. Aufgewachsen ist sie mit ihren Geschwistern in der Schlüocht und auf den Alpen Doru, zer Niwa und Chlüsmatte. Singen begleitete stets ihr Leben. Besonders gerne sang sie mit ihrer Schwester Kathri.

Am 6. November 1943 heiratete sie Anton Luggen aus Ried-Brig. Schon nach kurzer Zeit zog das Ehepaar auf den Hubel im Bach. Glücklich waren sie über die Geburt ihrer 5 Kinder, Edi, Anny, Pia, Josy und Andres. Grosse Freude bereiteten ihr die 12 Enkel und die 13 Urenkel.

Leonie half ihrem Mann Tono immer tatkräftig im Landwirtschaftsbetrieb mit. Erst als sie mit schwerem Herzen das „Püru“ aufgeben musste, widmete sie sich wieder vermehrt dem Singen und sang bis zu ihrem 88. Lebensjahr im Chörli von Ried-Brig mit.

Auch im Trachtenverein wirkte sie gerne mit und nahm dadurch am Dorfleben teil.

Im März 2006 starb ihr Mann Tono. Nach 63 gemeinsamen Ehejahren fiel es ihr sicher nicht leicht, alleine zu sein, doch sie beklagte sich nie und war stets zufrieden und dankbar.

Bei schönem Wetter sass sie am liebsten draussen auf ihrer Laube. Mit besonderer Wachheit und Freude erlebte sie den Besuch ihrer Enkel und Urenkel, sowie am Freitag den Empfang der Hl. Kommunion, überbracht vom Pfarrer oder der Katechetin.

Als sich die Demenz vermehrt bemerkbar machte, brauchte sie die Unterstützung ihrer Kinder. So hatte sie das Glück ihren Lebensabend daheim zu verbringen, wo sie in der Nacht auf Mittwoch verstarb.

Unsere Trauer vermischt sich mit der Freude, dass Leonie mit ihren 97 Jahren am Abend gesund ins Bett gehen durfte und friedlich entschlief.

  

Liebe Grossmutter,

für mich bist du eine reine Seele, die mit sich und allen in Frieden lebte. Du hast den Glauben gelebt, stets bescheiden, zufrieden und dankbar. So hast du gelebt, so bist du von uns gegangen und so hat sich der Kreis deines erfüllten Lebens geschlossen.


Zurwerra Richard

Zurwerra Richard (1960-2014)

Richard wurde am 24. Juni 1960 in Ried-Brig geboren. Zusammen mit seinen Geschwistern Rosmarie, Norbert und Kurt wuchs er im Bachtoli auf. In einer Zeit, in der noch mehr Kühe als Häuser auf den Wiesen standen, in einer Zeit in der man noch ‚inner Schlüocht‘ in die Primarschule ging, in einer Zeit in der die Dorfstrasse noch nicht geteert war, in einer Zeit in der die Sorgen klein und die Träume gross waren.

Ein Traum ging für Richard schon 1976 in Erfüllung. Er konnte bei der SBB die Lehre als Betriebsdisponent antreten. Diesem Beruf widmete er sich voll und ganz, gab lange Zeit sein Wissen und Können den Lehrlingen weiter und engagierte sich anschliessend in der Cargo-Abteilung der SBB. Mit den Umstrukturierungen bei der Bahn geriet seine Berufswelt aus den Fugen. Es endete damit, dass er vor knapp einem Jahr keine Anstellung mehr fand. Dies lastete schwer auf ihm.

Richard war über 20 Jahre mit Josianne verheiratet.

Einen besonders guten Draht hatte er zu seiner Mutter. Ihr Tod im Jahre 2011 war ein herber Verlust für ihn.

Wer Richard gekannt hat, weiss, dass er ein leutseliger, humorvoller und geselliger Mensch war. Alle Veränderungen so einfach wegstecken, konnte aber auch er nicht.

Lange Zeit fand er Ablenkung und Kraft bei seinen Hunden. Pflege und Spaziergänge sorgten für Abwechslung und Fitness. Mit der gleichen Hingabe widmete sich Richard als passionierter Eisenbahner dem Modelleisenbahnbau. Eine riesige Sammlung von Häusern, Landschaftsausschnitten und Eisenbahnwagen aller Art zeugen noch heute von dieser Passion.

Nicht immer gelingt das Leben nach Wunsch. Richard hat sich seinen Herausforderungen gestellt. Er würde wohl mit den Worten von Seneca zu uns sagen: Ich habe gelebt und den Lauf, den das Schicksal gegeben, vollendet.

Lasst uns von ihm reden, lasst uns die Erinnerung an ihn wachhalten.

In Liebe und Dankbarkeit verabschieden wir uns von Richard, dem Bruder, dem Freund, dem Arbeitskollegen und dem Mitmenschen.

Tschau, Richi, mach’s güot!


Michlig-Wirthner Margrit

Margrit Michlig-Wirthner (1933-2014)

Margrit erblickte am 20. August 1933 als dritte Tochter von

Amanda und Josef Wirthner-Bittel in Mörel, das Licht der Welt.

Zusammen mit ihren zwei Schwestern und drei Brüdern erlebte sie eine glückliche Kindheit. Nach der obligatorischen Schulzeit, war sie im elterlichen Bäckereibetrieb tätig.

Im Jahr 1958 vermählte sie sich mit Martin Michlig aus Ried-Brig. Aus der glücklichen Ehe wurden zwei Kinder geboren; 1961 Christoph und 1964 Ruth.

Z‘Gritli war zeitlebens eine treuumsorgende Gattin und Mutter. Die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie war für sie das Wichtigste.

Viele Stunden verbrachte sie in ihrem Garten. Auch ihre Blumen im und ums Haus waren für alle eine Augenweide.

Margrit liebte die Geselligkeit! So erlebte sie viele frohe Stunden beim Singen im“ Chörli Allegro“ oder beim Kartenspiel mit ihrer Jassgruppe. Auch die gemeinsamen Pilgerreisen mit ihren Schwestern Paula und Yvonne nach La Salette, waren für sie von grosser Bedeutung und bestärkten sie in ihrem Glauben.

2009, ein Jahr nach ihrem 50. Hochzeitstag, verstarb ihr geliebter Gatte Martin. Dies war für sie ein harter Schicksalsschlag. Doch ihre positive Einstellung und ihr Glaube halfen ihr über diese schwere Zeit hinweg.

Ihr grosser Stolz waren ihre 5 Enkeltöchter, die sie sehr gerne verwöhnte. Zur Tradition wurde das gemeinsame wöchentliche Mittagessen bei ihr.

2013 wurde zu einem Schicksalsjahr, ihre Krankheit und der Tod ihrer geliebten Enkelin Vivian, hat ihrem Lebenswillen stark zugesetzt.

Am 18.Januar wurde sie von ihrem Leiden erlöst.

Wir möchten allen danken die Margrit in ihrem Leben begleitet haben.

Mögen die Spuren, die Margrit hinterlassen hat uns noch lange in Erinnerung bleiben.


Gemmet-Borter Martha

Martha Gemmet-Borter (1922-2014)

Martha wurde am 14. Juli 1922 auf der Alpe Bielti auf dem Simplon geboren. Ihre Eltern waren der damalige Simplon-Strassenmeister Leo Borter und die Dorf-Hebamme Ida geborene Luggen. Die Familie hatte 10 Kinder, 5 Töchter und 5 Buben. Martha war das drittälteste Kind.

Nach der damaligen Einstellung der Eltern „Bete und arbeite“ verbrachte unsere Grossmutter eine strenge aber glückliche und zufriedene Kinder- und Jugendzeit am Brigerberg.

Nach der Primarschule lernte sie den Beruf einer Schneiderin und verweilte längere Zeit als Servicemitarbeiterin bei verschieden Gastfamilien in der Romandie.

Mit 25 Jahren heiratete sie ihren zukünftigen Ehemann Alwin Gemmet. Nach einer für sie fast unerträglichen Wartezeit von 7 Jahren gebar sie ihren ersten Sohn Stefan. Nicht einmal ganz nach einem Jahr erblickte ihr zweiter Sohn Urban das Licht der Welt.

Anfangs ihrer glücklichen Ehe war ihr Ehemann bei der SBB und im Geldwechselbüro am Bahnhof Brig tätig. Nebenbei erbaute das Ehepaar unter unermüdlichem Einsatz das heutige Hotel Grimselblick auf dem Grimselpass. Martha setzte sich zeitlebens für diesen Betrieb mit Herzensblut ein. Zuerst als taltentierte Küchenchefin und nach dem Tode Ihres Mannes als äussert tüchtige Geschäftsfrau. Nach der Übernahme des Betriebes durch ihren Sohn Stefan zog sich unser Grösi aus der Hotellerie zurück und konzentrierte sich bis zu ihrem Lebensende auf die Kristallgrotte und den Kioskbetrieb. Die Steine gaben ihr Kraft und Energie. Noch letzten Sommer war unsere Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter täglich im „Bazar“ anzutreffen.

Vor Schicksalsschlägen blieb Martha nicht verschont. Im frühen Alter von 49 Jahren verlor sie im Jahre 1971 ihren 51jährigen Ehemann. Zwei Ihrer Enkelkinder, Frederic und Cederic verlor sie als 1½ und 4½ Jährige. Auch der schwere Verlust Ihrer Schwiegertochter Josephine im Jahre 2008 gab ihr viel zu schaffen.

Nur durch ihren tiefen Glauben konnte sie all diese schweren Zeiten überstehen.

Beim Besuch ihrer Söhne, Schwiegertöchter, Enkel und Urenkel leuchteten ihre Augen auf und sie konnte ihre Freude nicht unterdrücken. Ihre Gastfreundschaft kannte kein Ende.  Grosse Freude bereitete ihr letzte Woche die Geburt ihres Urenkels Jury, der am Geburtstag ihres Ehemannes geboren wurde.

Am Freitag morgen, auf der Vorbereitung zum Gang zur Kirche, ist sie in ihrem Heim  an einem Herzversagen für uns alle überraschend  zu Gott und ihren Lieben nach Hause zurückgekehrt.

Mama, Grossmama, Urgrossmama du wirst für immer in unseren Herzen bleiben.


Luggen Konstanz TA

Konstanz "Konsty" Luggen (1923-2013)

HildaCamopstrini

Hilda Campostrini-Glaisen (1924-2013)

TenischVivianaSTV

Vivan Tenisch (1993-2013)

Furrer-BumannErikaTA

Erika Furrer-Bumann (1936-2013)

Carmelo Lagana

Carmelo Lagana (1969-2013)

Imhasly-Imhof Julius TA

Julius Imhasly-Imhof (1935-2013)

Zurbriggen

David Zurbriggen-Volken (1963-2013)

Escher-Heinzen Irmine TA

Irmine Escher-Heinzen (1954-2013)

Kläri Zurwerra

Kläry Zurwerra-Lendi (1930-2013)

Leo Eyer

Leo Eyer (1947-2013)

Josef Ritter

Josef Ritter (1942-2013)

Rocco Addorisio de Feo

Rocco Addorisio de Feo (1940-2013)

Amandus Abgottspon

Amandus Abgottspon-Luggen (1936-2013)

Schöpf

Frida Schöpf-Pfammatter (1938-2013)

 
Pfarrei Ried-Brig | 3911 Ried-Brig | info@pfarreiriedbrig.ch